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Service-Tipps

Dunkler, müder, gefährlicher: Gefahren nach der Uhrumstellung

Mit dem Ende der Sommerzeit sind viele Pendler abends wieder vermehrt im Dunkeln unterwegs. Das bringt neben einer veränderten Sicht auch Herausforderungen für den Biorhythmus und das Unfallrisiko mit sich.

Ein Fußgänger geht nachts über einen Fußgängerüberweg im Scheinwerferlicht eines Autos.

Veränderte Lichtverhältnisse und Dunkelheit erfordern nach der Zeitumstellung besondere Aufmerksamkeit von allen Verkehrsteilnehmern. Bild: Mercedes-Benz

In der Nacht von Samstag auf Sonntag endet die offizielle Sommerzeit, wodurch die Uhren um drei Uhr morgens auf zwei Uhr zurückgestellt werden. Das beschert Langschläfern eine zusätzliche Stunde, bringt für Verkehrsteilnehmer allerdings spürbare Herausforderungen mit sich. Denn abends wird es nun schlagartig eine Stunde früher dunkel, wodurch sich die Sichtverhältnisse auf dem Heimweg für Berufspendler erheblich verschlechtern. 

Wenn der Biorhythmus stolpert
Die Zeitumstellung kann die innere Uhr spürbar durcheinanderbringen. Zwar verkraften die meisten Menschen den Wechsel zur Winterzeit besser als den zur Sommerzeit, doch Müdigkeit und Konzentrationsprobleme beeinträchtigen in den ersten Tagen die Aufmerksamkeit. Autofahrer sollten deshalb besonders vorausschauend unterwegs sein und Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer nehmen. 

Volle Lichtpower gegen das Dunkel
Mit den kürzer werdenden Tagen gewinnt eine funktionierende Beleuchtung massiv an Bedeutung. Autofahrer sollten die Einstellung ihrer Scheinwerfer kontrollieren lassen und auf saubere Leuchten sowie Scheiben achten. Verschmutzte oder von innen beschlagene Scheiben beeinträchtigen die Sicht bei tief stehender Sonne oder Gegenverkehr massiv. Vorsicht gilt auch bei Lichtautonomen Systemen, da nicht jede Technik trübes Wetter oder Nebel zuverlässig erkennt. Zudem bleibt bei manchen Autos das Tagfahrlicht ohne Heckbeleuchtung aktiv, weshalb im Zweifel das Abblendlicht manuell eingeschaltet werden sollte. Fußgänger und Radfahrer können durch helle Kleidung, reflektierende Elemente und moderne LED-Beleuchtung – die oft günstig alte Halogenlampen ersetzt – viel für ihre eigene Sicherheit tun. Grundsätzlich gilt: Lieber etwas früher das Licht einschalten als zu spät. 

Erhöhte Gefahr auf den Landstraßen
Auf Landstraßen wächst parallel das Risiko von Wildunfällen, da die Hauptaktivitätszeiten von Wildtieren in der Dämmerung genau mit dem Berufsverkehr zusammenfallen. An Waldrändern, zwischen Feldern und bei Warnschildern empfiehlt sich ein reduziertes Tempo und eine aufmerksame Beobachtung der Fahrbahnränder. Taucht ein Tier auf, muss kontrolliert abgebremst, bei Bedarf gehupt und sofort abgeblendet werden, da Fernlicht Tiere orientierungslos macht. Besonders gefährlich ist dichter Nebel, in dem Rehe oft erst zu spät auftauchen, was eine deutliche Geschwindigkeitsdrosselung erfordert. 

Richtig reagieren im Ernstfall
Lässt sich eine Kollision mit einem Tier nicht mehr verhindern, gilt es, das Lenkrad fest festzuhalten, kräftig zu bremsen und keinesfalls ein riskantes Ausweichmanöver in den Gegenverkehr oder gegen einen Baum zu riskieren. Nach dem Zusammenstoß sichern Warnblinkanlage, Warnweste und Warndreieck die Unfallstelle. Anschließend wird die Polizei unter 110 gerufen, während zu verletzten oder toten Tieren Distanz gehalten werden muss. Fotos vom Unfallort, dem Tier und den Schäden sowie eine offizielle Wildunfallbescheinigung von Polizei oder Jagdberechtigten erleichtern im Anschluss die Schadenregulierung mit der Versicherung.